09.01.2020

F&E PROJEKT LEC COOLING


Mit 1. September 2019 wurde das 3-jährige F&E-Projekt „Cooling LEC“ gestartet, dass die Entwicklung einer innovativen Technologie zur Steuerung flexibler Kühllasten, wie z. B. durch Klimaanlagen, in Stromnetzen zum Ziel hat. Geleitet wird das Projekt durch die 4ward Energy Research GmbH, welche gemeinsam mit der Stadtwerke Hartberg Verwaltungs Ges.m.b.H. an der Erreichung dieses Ziels arbeitet.

 

Wieso sollte man Kühllasten steuern?

Der Kühlenergiebedarf bzw. dahinterliegenden Kühllasten lassen sich in einem gewissen zeitlichen Spielraum ohne merkliche Komfortreduktion des Nutzers verschieben zumal es egal ist, ob ein Raum beispielsweise 15 Minuten früher oder später gekühlt wird. Dadurch können in unserem Energiesystem Flexibilitäten geschaffen werden, welche für das zukünftige Energiesystem besonders wichtig sind, damit man Strom von Energieträgern, welche man nicht regeln kann (z. B. von Photovoltaikanlagen), bestmöglich vor Ort nutzen kann. Besteht nun beispielsweise im Stromnetz ein Überschuss an Photovoltaikstrom, dann können die Kühllasten dem verfügbaren Stromangebot aus Photovoltaik angepasst bzw. erhöht werden. Dieses große Potential an sinnvollen Flexibilitäten möchte das Projekt über eine innovative Steuerung der Kühllasten ausnutzen.

F&E Projekt LEC Cooling

DI Dietmar Nöhrer, Mag. Stefan Lorenzoni, DI Alois Kraußler und DI Martin Kröpfl

Was ist das Besondere an diesem Projekt?

Wie viele andere Projekte im Themenbereich der Smart Grids zielt auch Cooling LEC darauf ab, flexible Lasten gezielt so zu steuern, dass sie an einem optimalen Zeitpunkt auftreten. Technische und ökonomische Gründe sprechen grundsätzlich dagegen, dass sämtliche Kühllasten einzeln gemessen und gesteuert werden. Die im Projekt zu entwickelnde Lösung zeichnet sich daher dadurch aus, dass sie mit einem Minimum an Mess- und Regelungstechnik auskommen wird. Mittels einer künstlichen Intelligenz in Kombination mit der bestehenden Rundsteueranlage, werden die Kühlgeräte gezielt zugeschalten, sobald das sinnvoll erscheint. So ist es beispielsweise sinnvoll, dass Kühlenergie dann bereitgestellt wird, wenn möglichst viel Photovoltaik-Überschussstrom vor Ort vorhanden ist. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass so der Anteil erneuerbaren Energiequellen in unserem Energiesystem erhöht wird.

Um auch einen wirtschaftlichen Vorteil aus dem gezielten Betrieb zu generieren, werden über einen Stakeholderprozess lokale Energiegemeinschaft forciert, welche weitere Vorteile für die lokale Nutzung von erneuerbarer Energie ermöglichen.
Das Projekt Cooling LEC wird im Rahmen des Forschungs- und Technologieprogrammes „Stadt der Zukunft“ durchgeführt. Es wird im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft gemeinsam mit der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH und der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) abgewickelt.

 

Beteiligte Unternehmen:
• Projektleitung: 4ward Energy Research GmbH
Stadtwerke Hartberg Verwaltungs Ges.m.b.H.


Rückfragehinweise

Ing. DI DI (FH) Alois Kraußler
4ward Energy Research GmbH
Impulszentrum 1, A-8250 Vorau
T: +43 664 88 500 33
E: alois.kraussler@4wardenergy.at
W: www.4wardenergy.at

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